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Lagerhaltung

Grundfunktionen der Lagerhaltung

  1. Ausgleichsfunktion / Überbrückungsfunktion
    -zeitliche und mengenmäßige Überbrückung der Zeiträume zwischen Einkauf und Produktion bzw. Produktion und Absatz
    -Koordinierung saisonbedingter Mengenbedürfnisse durch Lagerhaltung
  2. Sicherungsfunktion
    -Kontinuität des Produktionsprozeß wird abgesichert
  3. Umformungsfunktion / Warenfunktion
    1. Umformungsfunktion
      -Waren durchlaufen während der Lagerung einen Veredlungsprozeß (z.B. Trocknung von Holz, Röstung von Kaffee, Cognac- und Whisky-Lagerung)
    2. Warenfunktion
      -Absicherung von Kühlung, Reifeprozeß und Haltbarkeit von Waren
  4. Spekulationsfunktion
    1. Einkaufen und Horten der Waren zur Angebotsverknappung, um sie dann bei gestiegenen Preisen zu verkaufen
    2. Einkauf bei niedrigen Preisen, um Preisstabilität bei hohen Preisen zu gewährleisten -z.B. strategische Staatsreserven
      z.B. Ölpreise -trotz stark gestiegenen Preisen für das Öl stieg der Benzinpreis nur unterproportional

 

Alt

Neu

Barrelpreis

8$

32$ (400%)

Spritspreis

1,80

2,20

       Davon Steuer

1,40

1,60

       Davon Benzinpreis

0,40

0,60 (150%)

Lagerverwaltung / -steuerung

Lagerkreislauf:

 

Ordnungssystem innerhalb des Lagers:

  1. Lager mit festen Plätzen
    -Bestimmtes Gut hat einen fest vordefinierten Platz
    -Maßgeblich für Platz: Volumen, Gewicht, Umschlagshäufigkeit
    1. Vorteil: Übersichtlichkeit und Stabilität
    2. Nachteil: Hoher Aufwand, ineffiziente und kostenintensive Raumnutzung
  2. chaotische Lagerhaltung
    -Primäre Nutzungsart -Platzbelegung nach Eingang der Ware
    1. Vorteil: Raumausnutzung optimiert
    2. Nachteile:
      -exaktes Ordnungssystem und Findhilfe (EDV) nötig
      -vollautomatische elektronische Lagersysteme, die bei Ausfall der Elektronik keinen Wert mehr haben
      Es gibt verschiedenen Lagerverfahren. Besonders häufig wird das Fifo-Prinzip (First In – First Out) genutzt. Dabei werden die zuerst eingelagerten Waren auch zuerst ausgelagert. Des Weiteren kann nach dem Lifo-Prinzip (Last In – First Out), dem Fefo-Prinzip (First Expired – First Out) und weiteren Methoden gelagert werden. Die Waren müssen leicht und schnell transportiert werden können, sei es bei der Einlagerung oder bei der Auslagerung. Im Bereich der Logistik werden bei kleineren Stückgütern Transportbehältnisse wie beispielsweise Gitterkörbe verwendet. Gerade Pakete oder dergleichen können so zuverlässig in einem Gitterkorb transportiert und während des Transports jederzeit ohne großen Aufwand kontrolliert werden. Größere Gebinde können auf Paletten gestapelt werden. Beide Arten lassen sich durch genormte Größen mittels Gabelstapler schnell rangieren.

Lagerkennziffern